Bündnis 90 - Die Grünen

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Ortsverband Velburg aktuell

Bürgermeisterkandidat von B90/Die Grünen in Velburg macht sich ein Bild vom freien Jugendtreff beim Bauhof


Dr. Roland Schlusche und Doris Friedl (links im Bild) besuchen Jugendliche in Velburg

Bei seinem Besuch beim freien Jugendtreff am Bauhof in Velburg überzeugte sich der Bürgermeisterkandidat und Stadtrat Dr. Roland Schlusche vom Engagement der Jugendlichen.

Die Jugendlichen bauten sich mit hohem Einsatzwillen und Hilfe durch örtliche Firmen ihren eigenen Jugendtreff. Schlusche zeigte sich sichtlich erfreut über die ersten Erfolge dieser Jugendgruppe.

Die Gruppe der Jugendlichen besteht aus etwa dreißig Personen, mit einer Altersstruktur von 15 bis 21 Jahren aus den verschiedenen Gemeinde-Bereichen. Davon etwa zwei Drittel Jungs. Zu wenig Mädchen, wie ein Jugendlicher bedauerte.

Schlusche stellte die Bedeutung der Jugendgruppe deutlich heraus. Er merkte an, wie wichtig es ist, wenn Jugendliche Verantwortung für sich und ihre Umwelt übernehmen und dies erfolgreich umsetzen.

Der im Sommer 2006 von der Stadt zur Verfügung gestellte Container wurde zunächst von den Jugendlichen gereinigt, später mit einem Vorbau als Eingangbereich versehen und innen gemütlich mit Wohnzimmer- Couches und einer Theke eingerichtet. Doris Friedl, Stadtratskandidatin, würdigte das bestehende Rauchverbot. Das haben wir schon vor einer gesetzlichen Regelung eingeführt, betonten da die Jugendlichen.

Auf die Frage nach besonderen Wünschen gaben sich die Jugendlichen bescheiden. Ein weiterer Container war das allgemeine Anliegen, vielleicht auch eine Übernahme laufender Kosten. Eine finanzielle Unterstützung wie bei der Vereinsförderung sei durchaus in Betracht zu ziehen, so Dr. Schlusche. Auch regte er an, halbjährlich ein Treffen zu veranstalten, um so den Kontakt zu den Jugendlichen aufrecht zuhalten.


Mit Biomasse voll im Trend

Mitglieder von B90/Die Grünen besuchten die erste Biomasseanlage von Velburg im Ortsteil Rammersberg.

Energie ist ein wesentlicher Faktor in unserem Land, so begründete Roland Schlusche, Kreisvorsitzender von B90/Die Grünen und Stadtrat von Velburg das Interesse der Grünen an der Biomasseanlage. Der Betriebsinhaber und Landwirt Josef Eichenseer informierte die Besucher, dass seine Anlage 60 kW/h an elektrischen Strom liefert. Und ganz nebenbei so ergänzt der Landwirt zufrieden, kann ich mit der im Fermenter erzeugten Wärme von 40 Grad mein Wohnhaus heizen und die Trocknungsanlage beschicken. Gespeist wird die Anlage vor allem mit Gülle direkt vom gegenüberliegenden Kuhstall, aber auch von der Ganz-Pflanzen-Silage wie Mais, Gras und Getreide. Am Ende bleibt nur Wasser, versichert der Sohn Martin Eichenseer.

Als Landwirtschaftsmeister fühlt er sich verpflichtet, den Betrieb des Vaters fortzuführen und zukunftssicher zu gestalten. Durch die eigenständig entworfene und mit viel Eigenleistung gebaute Anlage hofft er, dass sein Einkommen als Energiewirt gesichert ist.  Ausgelegt ist die Biomasseanlage auf die Produktion von 100 kW/h. Begrenzt wurde dies jedoch von der Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt Neumarkt. Diese Einschränkung wird aber nicht als Nachteil empfunden. Ist daraus doch die Gewissenhaftigkeit und Vorsicht der Behörde zu erkennen, erklärt Josef Eichenseer. Eingewandt wurde durch Manfred Sailer, Stadtrat von Velburg, dass durch den Mut der einzelnen Landwirte die Treibhausgasemissionen gesenkt werden und die Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas verringert wird. Durchaus kontrovers diskutiert wurde, ob Getreide, also Lebensmittel, für die Energiegewinnung genutzt werden sollte. Ein Umstand, der nicht bei allen Besuchern auf Zustimmung stieß.

Abschließend bedankte sich Roland Schlusche und erklärte, er hoffe nun, dass sich in der Großgemeinde Velburg noch viele Nachahmer finden werden, die dem Vorzeigelandwirt Eichenseer folgen werden.